Zeitleiste der Uhrengeschichte
Diese Zeitleiste sammelt ausgewählte Stationen der Uhrengeschichte. Sie soll unterhalten, zur Beschäftigung mit dem Thema anregen und einen Ausgangspunkt für weitere Recherchen bieten. Nicht jede Erfindung lässt sich auf ein einziges Jahr oder eine einzelne Person zurückführen. „Um“, Zeitspannen und Hinweise auf Überlieferungen kennzeichnen entsprechend vorsichtige Datierungen.
Viele Grundlagen der Zeitmessung stammen aus der Antike und aus unterschiedlichen Kulturen. Die europäische mechanische Uhrmacherei entwickelt später besonders vielfältige Räderuhren, Hemmungen und tragbare Uhren. China, die islamische Welt und in der Neuzeit auch die USA und Japan tragen bedeutende eigene Entwicklungen bei.
Die industrielle Uhrenfertigung entsteht schrittweise. Mechanische Hilfsmittel und frühe Fabriken gibt es bereits vor 1850. In den USA gewinnt anschließend das System spezialisierter Maschinen und weitgehend austauschbarer Teile an Bedeutung. Die spätere Waltham Watch Company wird 1850 in Roxbury gegründet und verlegt ihre Fertigung 1854 nach Waltham bei Boston.
1876 untersuchen Jacques David und Théo Gribi die amerikanische Fertigung auf der Weltausstellung in Philadelphia und bei Fabrikbesuchen. Davids rund 108-seitiger Bericht gibt der Schweizer Rationalisierung einen wichtigen Impuls. Die Schweizer Mechanisierung hatte jedoch bereits begonnen, etwa mit Leschots Maschinen und der Longines-Fabrik in Saint-Imier.
Direkt zu einer Epoche: Frühe Zeitmessung · Tragbare Uhren und Pendel · Hemmungen und Präzision · Industrialisierung · Elektronik, Quarz und Funk
Frühe Zeitmessung und mittelalterliche Räderuhren

| Zeit | Entwicklung |
|---|---|
| um 1400 v. Chr. | In Ägypten werden Auslauf-Wasseruhren verwendet: Der sinkende Wasserstand in einem Gefäß mit Bodenöffnung und Skalen macht Stunden auch nachts messbar. |
| um 1000 | Dem gelehrten Mönch Gerbert von Aurillac, dem späteren Papst Silvester II., wird in älteren Überlieferungen eine frühe Räderuhr zugeschrieben. Eine mechanische Uhr mit Hemmung ist für ihn nicht gesichert. |
| 1088–1092 | Su Song baut in Kaifeng einen wasserradgetriebenen astronomischen Uhrturm mit Armillarsphäre. |
| 1206 | Al-Jazari beschreibt Wasseruhren und mechanische Automaten in seinem Buch über die Kenntnis sinnreicher mechanischer Vorrichtungen. |
| spätes 13. Jh. | In europäischen Klöstern und Kathedralen kommen mechanische Räderuhren mit Gewichtsantrieb und Waag auf. Die einzelnen frühen Nachweise sind nicht immer eindeutig von älteren Zeitmessern zu unterscheiden. |
| 1321–1325 | Roger of Stoke baut die astronomische Uhr für die Kathedrale von Norwich. |
| 1336 | Für Mailand ist eine öffentliche Uhr mit Stundenschlag überliefert. |
| 1344 | Für den Stadtherrenpalast in Padua wird eine Uhr mit Vierundzwanzigstundenschlag gebaut. |
| 1348 | Für London wird eine Turmuhr mit Schlagwerk („Big Tom“) überliefert. |
| 14. Jh. | In der Astronomie und bei immer aufwendigeren Zeitmessern werden Minuten und Sekunden verwendet. Die Unterteilung im Sechzigersystem hat antike Wurzeln und wurde nicht erst 1345 erfunden. |
| 1354 | Die erste astronomische Kunstuhr des Straßburger Münsters entsteht. |
| 1368 | In Breslau wird eine Turmuhr mit Zwölfstundenschlag aufgestellt. Öffentliche Schlaguhren verbreiten sich in europäischen Städten. |
| 1386 | Die Uhr von Salisbury gehört zu den ältesten erhaltenen europäischen mechanischen Turmuhren. Sie besitzt kein gewöhnliches Zifferblatt; die Zeit wird durch den Schlag vermittelt. |
| 1392 (überliefert) | Eine deutsche Turmuhr mit Weckvorrichtung wird in älteren Zeitleisten genannt. Eine gesicherte allgemeine Erstzuschreibung lässt sich daraus allein nicht ableiten. |
| 1410 (überliefert) | In Montpellier soll ein wegen wiederholter Trunkenheit entlassener Turmwächter durch eine Uhr mit Schlagwerk ersetzt worden sein. Die Anekdote ist kein Nachweis für den ersten Ersatz menschlicher Arbeit durch eine Maschine. |
| frühes 15. Jh. | Der Federantrieb kommt in Uhren in Gebrauch. Die ältere Zuschreibung einer „Erfindung der Uhrfeder“ an Heinrich Arnold im Jahr 1427 ist nicht ausreichend gesichert. |
| 1430 | Eine Federzuguhr Philipps des Guten von Burgund ist überliefert. |
| 15. Jh. | Die astronomische Uhr der Kathedrale von Exeter gehört zu den bekannten mittelalterlichen Uhren Englands. Sie ist nicht die erste mechanische Turmuhr. |
| 1480 | Aus dem erhalten gebliebenen erst kürzlich wiederentdeckten Skizzenbuch des Augustinerpaters und Uhrmachers Paulus Almanus aus dieser Zeit geht hervor, dass bereits damals Federzugwerke und die Spindelhemmung bekannt waren. Auch die Schnecke, zunächst angetrieben durch eine Darmsaite, wird bereits bei Uhren mit Triebfeder verwendet, um die ungleichmäßige Kraftentwicklung der Feder zu kompensieren. Diese Erfindung wurde lange Zeit Jakob Zech aus Prag (1525) zugeschrieben. |
| um 1494 | Leonardo da Vinci zeichnet Mechanismen für Uhren und Pendel. Die Zeichnungen belegen Entwürfe, nicht eine damals gebaute, funktionsfähige Pendeluhr. |
| um 1500 | Kleine tragbare Federzuguhren kommen auf. Frühe Exemplare sind dosen- oder trommelförmig und besitzen Werke mit vielen Eisenteilen. Ovale Gehäuse verbreiten sich später. Die Federkraftbremse, oft „Stackfreed“ genannt, gleicht den wechselnden Antrieb aus und wird in einzelnen Uhren bis gegen Ende des 16. Jahrhunderts verwendet. |
Tragbare Uhren, Pendel und Unruhspirale

| Zeit | Entwicklung |
|---|---|
| 1506–1509 | Das heutige Männleinlaufen an der Nürnberger Frauenkirche entsteht: Die Kurfürsten ziehen vor Kaiser Karl IV. vorbei. Das Werk fertigt Jörg Heuss, die Kupferfiguren Sebastian Lindenast der Ältere. |
| 1511 | Der Nürnberger Schlossermeister Peter Henlein (vermutlich um 1485–1542) wird für seine kleinen tragbaren Uhren mit bis zu 40 Stunden Gangdauer bekannt. Zugfeder und Federbremse ermöglichen die kompakte Bauweise. Dosen-, Trommel- und Bisamapfelformen werden mit seinem Umfeld verbunden; nicht jede Zuschreibung ist gesichert. Henlein ist ein wichtiger früher Hersteller, aber nicht als alleiniger Erfinder der tragbaren Uhr nachgewiesen. |
| 1525 | Jakob Zechs Uhr aus Prag ist ein bekanntes Beispiel einer Uhr mit Schnecke. Die Schnecke wird bereits in den Zeichnungen des Paulus Almanus um 1480 beschrieben; 1525 ist daher nicht ihr Erfindungsjahr. |
| 1530 | Die Nürnberger Uhrmacher beginnen die Werkplatten vereinzelt aus Messing herzustellen. |
| 1540 | Wanduhren mit Gewichtsstück werden Gebrauchsuhren für Bürger und Bauern. |
| 1544 | Gründung der Pariser Uhrmachergilde. |
| um 1550–1600 | Ovale tragbare Uhren, später als „Nürnberger Eier“ bezeichnet, werden gebaut. Der Name beschreibt die Gehäuseform, nicht die frühesten dosenförmigen Uhren Henleins. |
| 1550 | Selbstschläger, die bereits Peter Henlein verfertigt hat, werden jetzt öfters hergestellt. |
| 16. Jh. | Mechanische Hilfsmittel ergänzen die Handarbeit bei der Herstellung kleiner Schrauben. Die Entwicklung erfolgt schrittweise; 1569 ist kein allgemeiner Beginn maschineller Schraubenfertigung. |
| 16.–17. Jh. | Stählerne Schneckenketten ergänzen und verdrängen allmählich die Darmsaite zwischen Federhaus und Schnecke. Der Übergang erfolgt nicht überall gleichzeitig. |
| 1555 | Taschenuhren mit beweglichen Figuren werden in Genf hergestellt. |
| um 1570 | Sechs- und achteckige tragbare Uhren werden angefertigt. |
| 1570 | Dosenförmige Uhren werden als Halsuhren angefertigt, besonders in Augsburg. |
| 1573 | Astronomische Renaissance-Tischuhren zeigen auch Minuten an. Solche frühen Nachweise sind von der späteren allgemeinen Einführung des Minutenzeigers zu unterscheiden. |
| 1575 | Tragbare Uhren werden mit Weckeinrichtung versehen. |
| 1580er Jahre | Galileo Galilei untersucht Pendelschwingungen. Die bekannte Geschichte vom Kronleuchter im Dom zu Pisa ist eine später aufgeschriebene Überlieferung; das oft genannte Jahr 1583 ist nicht gesichert. |
| 1582 | Der Gregorianische Kalender wird eingeführt. Die Übernahme erfolgt in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Zeiten. |
| 1587 (überliefert) | Eine frühe Uhr mit koaxialer Zeigeranordnung wird beschrieben: Der lange Zeiger zeigt die Stunden, der kurze die Minuten. Das ist noch nicht die später übliche Zuordnung der Zeigerlängen. |
| 1595 | An Christoph Margraf wird ein Patent für eine Kugellaufuhr erteilt. (Kugeln laufen wie bei heutigen „Klickerbahnen“ in Rinnen herunter, ausgelöst durch das Uhrwerk). |
| um 1600 | Tragbare Uhren werden auch mit Weckeinrichtungen hergestellt. |
| 1600 | Uhrgehäuse in Kreuz-, Totenkopf-, Tierform werden als Halsuhren ausgeführt. |
| 1615 | Das Uhrglas kommt in Anwendung, nachdem bereits seit 1550 Bergkristall zum Schutz des Zifferblattes und Zeigers vereinzelt angewendet worden war. |
| 1620 | Taschenuhrgehäuse mit Schildpattauflage werden angefertigt. Die Vorliebe für solche Gehäuse bzw. Übergehäuse setzt sich bis etwa 1800 fort. |
| 1631 | Die Worshipful Company of Clockmakers in London erhält am 22. August ihre königliche Gründungsurkunde. |
| um 1632 | Farbige Emailmalerei gewinnt für die Verzierung von Uhrgehäusen an Bedeutung. |
| 1634 | Frankreich legt seinen Nullmeridian durch die Kanareninsel Ferro (El Hierro). Die internationale Wahl des Greenwich-Meridians folgt 1884. |
| um 1635 | Emailzifferblätter kommen in Gebrauch. |
| 1639 | Thomas Tompion wird in Northill in England geboren. Er wird später oft als „Vater der englischen Uhrmacherei“ bezeichnet. Großvater und vermutlich auch Vater waren Schmiede; seine eigene Uhrmacherausbildung ist nicht sicher bekannt. Eine Glocke der St.-Lawrence-Kirche in Willington trägt die Inschrift „Thomas Tompion fecit 1671“. 1704 wird er Master der Clockmakers’ Company; 1713 stirbt er. George Graham wird sein bedeutender Mitarbeiter, Partner und Nachfolger. |
| 1640 | Doppelgehäuse kommen in Aufnahme, vornehmlich zum Schutz für Emailuhren. |
| 1641 | Galileo Galilei beschreibt eine Pendeluhr und lässt Entwürfe ausarbeiten. Sein Sohn Vincenzo beschäftigt sich später mit dem Bau. Eine zuverlässig laufende Galileische Pendeluhr ist aus dieser Zeit nicht belegt. |
| 17. Jh. | Die Uhrmacherei im Schwarzwald entwickelt sich; einzelne frühe Zuschreibungen sind nur überliefert. |
| 1650 | Uhrgehäuse in getriebener Arbeit werden ausgeführt. |
| 1650 | Uhren mit drei Gehäusen (das innere aus Edelmetall, das mittlere öfters in getriebener Arbeit, das äußere unecht mit Lederbezug oder Schildpattbelag) werden hergestellt. In die äußeren Gehäuse wurden bald darauf Stoffeinlagen aus Sammet, Nessel usw. getan, die manchmal mit feinen Stickereien verziert waren. Und später begannen dann die Uhrdeckeleinlagen aus Papier mit der Darstellung der Zeitgleichung oder mit Porträts gekrönter Häupter und der Angabe des Verfertigers oder des Verkäufers der Uhr in Aufnahme zu kommen. |
| 1656 / 1657 | Christiaan Huygens entwickelt 1656 die funktionsfähige Pendeluhr mit Spindelhemmung. 1657 erhält er das niederländische Privileg; Salomon Coster fertigt die frühen Uhren. |
| 1658 | Huygens veröffentlicht im „Horologium“ die Konstruktion seiner Pendeluhr. Das ist von seiner späteren Arbeit an der Unruhspirale zu unterscheiden. Christiaan Huygens |
| 1667 | Erste Anfänge der Schwarzwälder Uhrenmacherei. |
| 1670 | Durchbrochene Taschenuhrgehäuse mit Blattwerk- und Tierdarstellungen stammen aus dem mit diesem Jahre beginnenden Halbjahrhundert bis 1720. |
| um 1670–1671 | Die rückführende Anker- beziehungsweise Hakenhemmung ermöglicht kleinere Pendelbögen und lange Pendel. Die frühe Entwicklung wird meist William Clement, teilweise Robert Hooke zugeschrieben. |
| 1673 | Huygens veröffentlicht das „Horologium Oscillatorium“ mit seiner Theorie des Pendels. Christiaan Huygens |
| 1675 | Huygens veröffentlicht seine Unruh mit Spiralfeder und erhält ein französisches Privileg. Isaac Thuret baut frühe Ausführungen in Paris; Vorarbeiten werden teilweise auf 1674/75 datiert. Robert Hooke und Jean de Hautefeuille beanspruchen ebenfalls die Priorität. Die Geschichte hat deshalb mehrere Beteiligte und keine unbestrittene Alleinzuschreibung. Christiaan Huygens / Isaac Thuret |
| 1675 | Die Sternwarte Greenwich wird gegründet. Ihr Meridian wird 1884 als internationaler Bezugsmeridian gewählt. Zykloidische Zahnformen werden im späteren 17. Jahrhundert theoretisch untersucht; ihre Verwendung ist eine eigenständige Entwicklung. |
| um 1676 | Edward Barlow entwickelt das Rechenschlagwerk, eine wichtige Grundlage der Repetition bei Zimmer- und Taschenuhren. Daniel Quare arbeitet ebenfalls an Repetitionsuhren. Solche Uhren verbreiten sich im frühen 18. Jahrhundert. |
| um 1680 | William Clement wird die Verwendung einer dünnen Stahlfeder zur Pendelaufhängung zugeschrieben. Johann Joachim Becher beschreibt eine durch Luftdruckänderungen aufziehbare Uhr. Der rückführende Ankergang entsteht bereits um 1670/71. |
| um 1681 (überliefert) | Daniel Jeanrichard wird mit den Anfängen der Uhrmacherei im Neuenburger Jura verbunden. In Genf besteht das Uhrmacherhandwerk bereits seit dem 16. Jahrhundert; Jeanrichard gründet daher nicht die gesamte Schweizer Uhrenindustrie. |
| 1685 | Die Projektionsuhr wird erfunden. Dabei wird die Zeit durch ein rotierendes, an die Wand projiziertes Zifferblatt angezeigt, ein dort hängendes Schwert dient als Zeiger (beschrieben im Optischen Lehrbuch von Johann Zahn, 1685). |
| 1687 | Daniel Quare setzt sich im Patentstreit um die Repetitionsuhr durch. |
| spätes 17. Jh. | Der Minutenzeiger verbreitet sich in tragbaren Uhren. In aufwendigen Groß- und Tischuhren sind Minutenanzeigen bereits früher nachgewiesen. |
| 1690er Jahre / 1695 | Thomas Tompion entwickelt eine Vorform der späteren Zylinderhemmung. 1695 wird das gemeinsame Patent von Tompion, Houghton und Barlow erteilt. |
| 1700 | Von jetzt an werden – und zwar das ganze 18. Jahrhundert hindurch – Uhren in Achat- und Jaspisgehäusen angefertigt, ebenso Uhren in mit Edelsteinen besetzten Gehäusen. |
| 1700 | Der Minutenzeiger kommt allgemeiner in Aufnahme und zwar mit dem Stundenzeiger auf gemeinsamen Zifferblatt. |
| 1700 | Ganz vereinzelt kommt schon der Aufzug ohne Schlüssel vor. |
Neue Hemmungen und der Weg zur Präzision

| Zeit | Entwicklung |
|---|---|
| 1704 | Nicolas Fatio de Duillier und die Brüder Peter und Jacob Debaufre erhalten das englische Patent zur Herstellung von Uhrenlagern aus gebohrten Edelsteinen. Debaufre arbeitet außerdem an eigenen Hemmungen mit Steinpaletten; diese sind von Grahams späterer Zylinderhemmung zu unterscheiden. |
| frühes 18. Jh. | Frühe Zylinderhemmungen werden zunächst nur vereinzelt verwendet. Die Spindelhemmung bleibt noch lange verbreitet; Grahams verbesserte Zylinderhemmung folgt um 1725/26. |
| 1710 | Uhren in Gehäusen in getriebener Arbeit werden jetzt bis etwa 1750 häufig angefertigt. |
| um 1711 | Staubringe werden zum Schutz von Taschenuhrwerken verwendet. |
| 1712 | Stogden ersetzt die Kette im Repetitionsmechanismus durch den Rechen. |
| 1714 | Jeremy Thacker verwendet die Bezeichnung „Chronometer“ und beschreibt eine Uhr mit Gangerhaltung beim Aufziehen. Andere Formen der Gangerhaltung sind bereits früher bekannt. |
| um 1715 | George Graham entwickelt die ruhende Ankerhemmung für Pendeluhren, den Grahamgang. |
| um 1720 | Horizontale Bauformen von Turmuhrwerken werden verwendet. |
| 1721 | George Graham entwickelt das Quecksilber-Kompensationspendel zum Ausgleich der temperaturbedingten Längenänderung. |
| 1721 | Pinchbeck erfindet seine goldähnliche Legierung, die vielfach für Gehäuse angewendet wird. |
| 1722 | Erfindung des Ankerganges mit Rechen und Trieb. |
| um 1724 | Jean-Baptiste Dutertre entwickelt einen frühen Duplexgang. Pierre Le Roy verbessert die Duplexhemmung später, um 1750. |
| um 1725–1726 | George Graham verbessert Tompions Vorform zur dauerhaft brauchbaren Zylinderhemmung. |
| 1725–1727 | John und James Harrison bauen Standuhren mit Grasshopper- beziehungsweise Grashüpferhemmung. Das Rostpendel gleicht die temperaturbedingte Längenänderung aus. |
| um 1730 (überliefert) | Franz Anton Ketterer aus Schönwald wird in einer erst 1810 aufgeschriebenen Überlieferung als Erfinder der Kuckucksuhr bezeichnet. Diese Zuschreibung ist umstritten: Uhren mit Kuckucksruf sind bereits früher belegt. |
| 1730 | Von Augsburg aus wird die sogen. Telleruhr (nach dem französischen Cartel gebildet) verbreitet: es ist eine an einem Ringe aufgehängte Wanduhr, vielfach ohne Schlagwerk. |
| 1730 | (1730-1735) Die Brüder John und James Harrison bauen eine erste genau gehende Schiffsuhr. Gebrüder Harrison |
| um 1740 | Vierfarbige Goldauflagen („à quatre couleurs“) werden zur Verzierung von Uhrgehäusen verwendet. |
| 1741 | Louis Amant stellt die Stiften- beziehungsweise Scherenhemmung für Groß- und Turmuhren vor. Sie ist nicht die spätere Stiftankerhemmung der Roskopfuhren. Die häufige direkte Zuschreibung an Galilei ist nicht ausreichend gesichert. |
| um 1750 | Pierre Le Roy verbessert die Duplexhemmung. |
| 1750 | Weiterentwicklung des Gegengesperrs (Harrison). |
| 1753 | Jean-André Lepaute verbessert die Stiftenhemmung und verbreitet sie in Wand- und Stutzuhren. Eine durch Luftdruckänderungen aufgezogene Uhr des Pariser Uhrmachers Le Plat wird bereits für 1751 genannt. |
| 1753 | Erfindung der Doppelkommahemmung (Beaumarchais). |
| um 1753 / späteres 18. Jh. | Die einfache Kommahemmung wird mit Lepaute verbunden. Lépine verwendet sie später für flache Taschenuhren; 1776 ist nicht ihr gesichertes Erfindungsjahr. |
| Mitte 18. Jh. / um 1770 | Thomas Mudge entwickelt die freie Ankerhemmung für Kleinuhren. Die Literatur nennt für die Entwicklung unterschiedliche Daten in den 1750er und 1760er Jahren; die erhaltene Uhr für Königin Charlotte wird von der Royal Collection auf 1770 datiert. Entwicklung und Fertigstellung einer bestimmten Uhr sind zu unterscheiden. |
| 1759 / 1761–1762 | John Harrison vollendet den Seezeitmesser H4 1759; die erste entscheidende Atlantik-Erprobung findet 1761/62 statt. Eine genaue Uhr ermöglicht zusammen mit der Ortszeit die Längengradbestimmung. H5 wird 1770 fertig und 1772 geprüft. Harrison erhält mehrere Zahlungen; das Parlament bewilligt 1773 weitere 8.750 Pfund. Die Summe von 20.000 Pfund ist daher kein einfach an H5 ausgezahlter Einzelpreis. |
| 1760 | Der Sekundenzeiger kommt erst von jetzt ab öfters vor, häufiger aber erst gegen 1800. |
| 1764 | John Arnold fertigt die erste Uhr mit einem in Rubin ausgeführten Zylinder, eine in einen Ring eingebaute Repetitionsuhr für den König von England. |
| 1765 | Im Schwarzwald werden die ersten Pendeluhren gebaut anstelle der bis dahin gebräuchlichen Waaguhren. |
| 1766 | Pierre Le Roy vollendet seinen Seechronometer mit freier Chronometerhemmung und Temperaturkompensation. |
| 1770 | Die Uhren werden nicht mehr so dick gebaut als unmittelbar nach der Einführung der Spiralfeder. |
| 1770er Jahre | Frühe selbstaufziehende Taschenuhren entstehen. Abraham-Louis Perrelet wird mit solchen Versuchen verbunden; für Hubert Sarton ist 1778 eine Rotorbauart dokumentiert. Die Urheberschaft einzelner Aufzugsprinzipien ist umstritten und darf nicht pauschal Perrelet zugeschrieben werden. |
| 1770er Jahre | John Arnold verwendet die zylindrische Spiralfeder in Seechronometern und entwickelt die freie Chronometerhemmung weiter. Pierre Le Roys Seechronometer mit freier Hemmung war bereits 1766 fertiggestellt. |
| 1772 | John Arnold lässt eine Temperaturkompensation für die Unruh patentieren. Pierre Le Roy hatte Prinzipien des Temperaturausgleichs bereits in den 1760er Jahren beschrieben und umgesetzt. Die später gebräuchliche aufgeschnittene Bimetallunruh entwickelt sich aus mehreren Vorarbeiten. |
| 1774 | Staubkapseln zum Schutze der Werke kommen in Gebrauch. |
| 1776 | Das Kaliber Lépine beginnt die dicke Spindeluhrenform zu verdrängen. |
| 1776 | Jean-Moïse Pouzait stellt eine Uhr mit unabhängiger, anhaltbarer Sekunde vor. Ohne Nullstellung ist sie ein wichtiger Vorläufer des Chronographen. 1786 entwickelt er außerdem eine besondere Ankerhemmung mit großer Sekundenschwinger-Unruh. |
| um 1780 | In Genf wird die wahre Ortssonnenzeit unter anderem anhand der Beobachtungen an Jacques-André Mallets Sternwarte bestimmt. 1780 wird im Südturm von St-Pierre eine Glocke aufgehängt. Die Berechnung der wahren Sonnenzeit selbst ist keine Erfindung dieser Zeit. |
| um 1780 | Guillochierte Uhrgehäuse verbreiten sich; die Guillochierung ist zunächst vielfach recht grob. |
| 1780 | Die tonnenförmige Spiralfeder wird angewendet. |
| 1780 | Recordon erfindet die Taschenuhr mit Rüttelaufzug (Perpetuale). |
| 1781 | Earnshaw konstruiert die Chronometerhemmung (Federgang) in ihrer heutigen Ausführung. |
| 1782 | An John Arnold wird ein Patent erteilt für die Chronometerhemmung mit Feder. Die Chronometerhemmung mit Wippe wurde bereits früher von ihm verwendet. |
| 1783 | Breguet verwendet Tonfedern für Repetitionsuhren. Die gebogene Feder ersetzt die sperrige Glocke und ermöglicht flachere Konstruktionen. Abraham-Louis Breguet |
| 1790 | Abraham Louis Breguet erfindet die „parachute“-Stoßsicherung. |
| 1790 | Taschenuhren mit beweglichen Figuren auf dem Zifferblatt, die an imitierte Glocken schlagen, mit Mühlrädern usw. kommen jetzt auf; ihre Herstellung läßt sich bis 1820 verfolgen. |
| 1791 | Litherland läßt sich den Ankergang mit Rechen und Trieb (auf der Unruhwelle) patentieren. |
| 1795 | Abraham Louis Breguet erfindet die nach ihm benannte „Breguet-Spirale“, die ein gleichmäßiges „Atmen“ bewirkt. |
| spätes 18. Jh. / 1810–1812 | Schmuckuhren werden vereinzelt am Armband getragen. Ein besonders gut dokumentiertes Beispiel ist Breguets Uhr Nr. 2639 für Caroline Murat, die Königin von Neapel: 1810 bestellt, 1812 geliefert. Das ist kein Beleg für eine allgemeine Erfindung der Armbanduhr im Jahr 1795. |
| um 1795 | Breguet bringt den Steinzylinder nach längeren Versuchen zu einer ausgereiften Form. Bereits John Arnold hatte 1764 einen Rubinzylinder gebaut; Breguet ist daher nicht der alleinige Erfinder. Abraham-Louis Breguet |
| 1798 | In England wird neben 22-karätigem auch 18-karätiges Gold für entsprechende Goldwaren zugelassen; dies betrifft auch Uhrgehäuse. |
| 1800 | Taschenuhren mit Musikwerken kommen jetzt häufiger vor. |
| um 1800 | Mit Perlen besetzte Uhrgehäuse gehören zur Schmuckuhrmode. |
| 1800 | Das Drehgestell von Breguets Uhr Nr. 282 ist auf Messidor im Jahr VIII datiert. Es gehört zu den frühen datierten Tourbillon-Konstruktionen vor der Patenterteilung. Abraham-Louis Breguet |
| 1800 | Taschenuhren in Form von Flakons, Mandolinen, Harfen, Tulpen usw. werden jetzt bis etwa 1820 mit Vorliebe angefertigt, ebenso Uhren in Fingerringen. Die Uhren für den gewöhnlichen Gebrauch werden flacher als bisher gebaut. |
| 1800 | Sekundenzeiger für Taschenuhren. |
| 26. Juni 1801 | Abraham-Louis Breguet erhält in Paris das Patent für das Tourbillon. Unruh und Hemmung sitzen in einem rotierenden Drehgestell; bei klassischen Ausführungen beträgt der Umlauf häufig eine Minute. Die Drehung mittelt bestimmte Gangabweichungen in den senkrechten Lagen. Sie beseitigt weder sämtliche Schwerpunktfehler noch automatisch den Unterschied zwischen flachen und hängenden Lagen. Zusätzliche Masse, Reibung und Stoßempfindlichkeit sind konstruktive Herausforderungen, aber kein pauschaler Beweis, dass jede Verbesserung wieder verloren geht. |
| 1805 (überliefert) | Eine frühe Wächter-Kontrolluhr wird für Triberg genannt. Die allgemeine Erstzuschreibung ist nicht gesichert. |
| 1807 | Erstes Taschenchronometer von Urban Jürgensen. |
| 1815 (überliefert) | Karl Heinrich Klingert in Breslau wird eine frühe elektrisch betriebene Uhr zugeschrieben. Elektrostatisch angetriebene Pendelversuche Giuseppe Zambonis werden bereits um 1814 beschrieben; eine eindeutige Alleinzuschreibung der elektrischen Uhr ist deshalb ungeeignet. |
| 1820 | Bei Schwarzwälder Uhren wird ein Teil der hölzernen Räder gegen solche aus Messingguss ersetzt. Die Spindelhemmung mit kurzem Vorderpendel wird durch die Ankerhemmung mit langem Pendel ersetzt. |
| frühes 19. Jh. | Lochsteine aus natürlichen Rubinen werden in Schweizer Uhren zunehmend verwendet, um Reibung und Verschleiß zu vermindern. Lagersteine sind jedoch keine neue Erfindung von 1820; das englische Patent stammt bereits von 1704. |
| 1821 / 1822 | Nicolas-Mathieu Rieussec verwendet 1821 einen Tintenchronographen zur Zeitmessung bei Pferderennen. Am 9. März 1822 folgt das Patent. Frühere Kurzzeitmesser und Vorläufer des Chronographen sind davon zu unterscheiden. |
| 1822 (überliefert) | Frühe reine Stoppuhren werden in England beschrieben. Eine gesicherte allgemeine Erstzuschreibung ist aus der bisherigen Angabe nicht ableitbar. |
| um 1825 | Georges-Auguste Leschot führt den Zug bei der Ankerhemmung ein beziehungsweise verbessert ihn. Die Zuschreibung und genaue Datierung unterscheiden sich in der Literatur. |
| 1826 | Johann Mannhardt in München entwickelt eine Schwerkrafthemmung für Großuhren. Vergleichbare Prinzipien besitzen Vorläufer; sie ist nicht die erste Schwerkrafthemmung überhaupt. |
| 1827 | Die 1783 bestellte Uhr Nr. 160 „Marie-Antoinette“ wird nach Abraham-Louis Breguets Tod (1823) unter der Leitung seines Sohnes Antoine-Louis vollendet. Sie vereinigt Minutenrepetition, ewigen Kalender, unabhängig anhaltbare Zentralsekunde, Zeitgleichung, automatischen Aufzug, Gangreserveanzeige und Thermometer. |
| um 1830 | In Schwarzwälder Uhren verbreiten sich Messingräder, Ketten, Metallglocken und Tonfedern. Die Umstellung erfolgt je nach Werkstatt und Bauart zu unterschiedlichen Zeiten. |
| 1830er Jahre / um 1838 | Joseph Thaddäus Winnerl entwickelt in Paris den Schleppzeigermechanismus (Rattrapante) weiter. Frühere Einholmechanismen, darunter Perrelets Patent von 1827, gehören zur Vorgeschichte. 1870 ist kein zutreffendes Erfindungsjahr. |
| 1839 | Georges-Auguste Leschot entwickelt bei Vacheron Constantin Maschinen und einen Pantographen für die rationelle Herstellung gleichartiger Werkteile. Mechanisierung beginnt damit deutlich vor der amerikanischen Fabrikfertigung um 1850. |
| 1839 | Carl August von Steinheil (1801–1870) in München beschreibt eine Uhrenanlage: Eine Hauptuhr schaltet Nebenuhren durch Stromimpulse aus elektrochemischen Batterien weiter. |
| 1840 | Ganz flache Zylinderuhren mit Dornaufzug werden in der Schweiz hergestellt. |
| 1840er Jahre / 1847 | Matthäus Hipp entwickelt elektrische Kurzzeitmessgeräte. Sein Chronoskop von 1847 dient zur Messung sehr kurzer Zeitintervalle; es ist von einem schreibenden Chronographen zu unterscheiden. |
| 1841 / 1843 | Alexander Bain und John Barwise erhalten am 11. Januar 1841 das britische Patent Nr. 8783 auf eine elektromagnetisch angetriebene Uhr. Bains Folgepatent Nr. 9745 vom 27. Mai 1843 beschreibt weitere elektrische Uhrenkonstruktionen. |
| 1842–1845 | Adrien Philippe entwickelt einen praxistauglichen Kronen- beziehungsweise Bügelaufzug und verbindet ihn mit der Zeigerstellung. Frühere schlüssellose Aufzugskonstruktionen sind bereits bekannt; Philippes Bauart trägt wesentlich zur späteren Verbreitung bei. |
| 1845 | Ferdinand Adolph Lange begründet mit weiteren Beteiligten die Glashütter Taschenuhrenindustrie. |
| 1847 | Antoine Redier patentiert einen mechanischen Wecker mit einstellbarer Weckzeit. Weckeinrichtungen an Uhren sind bereits seit Jahrhunderten bekannt; das Patent betrifft eine bestimmte Konstruktion. |
| 1847 / 1850 | Gustav Becker eröffnet 1847 seine Uhrenwerkstatt in Freiburg in Schlesien, dem heutigen Świebodzice. Ab 1850 fertigt er Regulatoren und legt damit einen wichtigen Grundstein der schlesischen Uhrenindustrie. |
| 1850 / 1854 | Dennison, Howard und Curtis gründen 1850 in Roxbury bei Boston eine Uhrenfabrik. 1854 wird die Fertigung nach Waltham verlegt. Die spätere Waltham Watch Company ist ein wichtiger Pionier der maschinellen Serienfertigung mit weitgehend austauschbaren Bauteilen. |
Industrialisierung und die moderne Armbanduhr

| Zeit | Entwicklung |
|---|---|
| 1858 | Ingold-Fräsen von P.F. Ingold. |
| 1860 | Édouard Phillips veröffentlicht seine mathematische Untersuchung zum Isochronismus von Unruh und Spirale und zur Form geeigneter Spiralendkurven. |
| 1860 | Pendeluhr mit elektrischem Antrieb von Dr.M. Hipp, Zürich. |
| 1861 | Erhard Junghans und sein Schwager Jakob Zeller-Tobler gründen in Schramberg die Uhrenbestandteilefabrik Zeller & Junghans. 1866 folgen erste eigene komplette Uhren. In der Folge entwickelt sich dort eine umfangreiche Uhrenfertigung. |
| 1867 | Longines bündelt die Fertigung in einer Fabrik in Saint-Imier. Fabrikorganisation und Mechanisierung in der Schweiz beginnen nicht erst nach der Weltausstellung von 1876. |
| 1867 / 1868 | Georges Frédéric Roskopf bringt 1867 seine preiswerte Arbeiteruhr heraus; für 1868 wird eine Fabrik in La Chaux-de-Fonds genannt. Vereinfachte Konstruktion und rationelle Fertigung machen Taschenuhren für größere Bevölkerungsschichten erschwinglich. Roskopf-Merkmale bleiben lange in einfachen Uhren verbreitet. |
| 1876 | Jacques David und Théo Gribi untersuchen auf der Weltausstellung in Philadelphia und bei Fabrikbesuchen die amerikanische Uhrenfertigung. Davids rund 108-seitiger Bericht beschleunigt die Rationalisierung der Schweizer Branche. |
| 1880 | Die mittlere Sonnenzeit in Greenwich wurde per Gesetz die offizielle Zeit in Großbritannien. |
| 1889 | Aufkommen der elektrischen Zentral-Uhrenanlagen. |
| 1889 | Sigmund Riefler entwickelt seinen ersten Präzisionszeitmesser und die freie Federkrafthemmung. Seine späteren Präzisionspendeluhren nutzen unter anderem Temperatur- und Luftdruckausgleich sowie luftdichte Gehäuse mit vermindertem Luftdruck. Gangabweichungen können je nach Ausführung und Bedingungen in der Größenordnung von Zehntelsekunden pro Tag liegen. |
| 1896 | Die Ingersoll-Brüder verkaufen die „Yankee“ zum Preis von einem Dollar. Gefertigt wird sie von der Waterbury Clock Company in Waterbury, Connecticut; Delta in Michigan ist nicht der richtige Herstellungsort. Bald erreichen die Verkaufszahlen Millionen Stück. |
| 1896–1897 | Charles-Édouard Guillaume entwickelt den Nickelstahl Invar mit besonders geringer Wärmedehnung. Entdeckung, Bekanntmachung und spätere Anwendungen sind zeitlich zu unterscheiden. |
| 1897 / 1898 | Sigmund Riefler erhält 1897 das Patent auf sein Nickelstahl-Kompensationspendel. Invarpendel werden anschließend in Präzisionsuhren eingesetzt. |
| 1898 | Marie Curie, Pierre Curie und Gustave Bémont berichten über die Entdeckung des Radiums. Die spätere Verwendung in Leuchtfarben ist ein eigener Entwicklungsschritt. |
| 1898 | Strasser-Hemmung von Prof.Strasser, Glashütte. |
| 1901 | Für eine Pendeluhr mit elektrodynamischem Antrieb wird das Patent erteilt. Sie enthält alle Elemente, die erst etwa 30 Jahre später zur Anwendung gelangen: Permanentmagnete, Spulen, Kontakte und Batterien. |
| 1902 | Auguste Verneuil veröffentlicht sein Verfahren zur synthetischen Herstellung von Rubin durch Flammenschmelzen. Synthetischer Korund – Rubin und später auch Saphir – wird zu einem wichtigen Material für preiswerte Uhrenlagersteine. Die experimentellen Vorarbeiten reichen ins 19. Jahrhundert zurück. |
| um 1905 | Armbanduhren gewinnen an Verbreitung. Erste Funkzeitzeichen werden unter anderem in den USA erprobt. |
| 1908 / 1914 | Eterna patentiert 1908 einen Armbandwecker und stellt ihn 1914 auf der Schweizerischen Landesausstellung vor. Ein Entwurf eines Armbandweckers von Carl Otto Major wird bereits für 1894 genannt. |
| 1912 | Sartori konstruiert ein Pendel aus Quarzglas mit geringer Wärmeausdehnung. |
| 1912 | Massenfabrikation von Gebrauchstaschenuhren im Schwarzwald. |
| 1916 | In Deutschland wird die Sommerzeit eingeführt. |
| 1921 | Quarzkristalle werden zur Frequenzstabilisierung elektronischer Oszillatoren eingesetzt – eine Grundlage späterer Quarzuhren. In den frühen 1920er Jahren verbreitet sich außerdem das ONOGO-Funkzeitzeichen. |
| 1922 | Fachzeitschriften berichten von einer in England entwickelten Armbanduhr mit automatischem Aufzug. |
| 1923 / 1924 / 1926 | John Harwood entwickelt eine automatisch aufziehende Armbanduhr mit Pendelschwungmasse. Am 1. September 1924 folgt das Schweizer Patent Nr. 106.583; mit Fortis beginnt 1926 die Serienfertigung. Frühere selbstaufziehende Taschenuhren sind davon zu unterscheiden. Eine direkte Übernahme eines eindeutig Perrelet zugeordneten Rotor-Wechsler-Systems ist nicht belegt. |
| 1923 | Verbreitung der elektrischen Einzeluhren, Schwach- und Starkstrom. |
| 1925 | Synchronuhren werden gebaut. |
| 1926 | In der Schweiz kommt Harwoods automatische Armbanduhr durch Fortis in Serienfertigung. Fortis / John Harwood |
| 1926 | Entwicklung der Zeitwaage Straumann-Siemens. |
| 1926 / 1927 | Rolex stellt 1926 die Oyster mit verschraubter Krone und verschraubtem Gehäuseboden vor. 1927 wird sie durch die Werbung rund um Mercedes Gleitzes Ärmelkanalversuch bekannt. Wasserdichtheit ist stets an Konstruktion, Zustand und Prüfbedingungen gebunden; „absolut wasserdicht“ ist keine zeitlich unbegrenzte Eigenschaft. |
| 1927 | Warren A. Marrison und Joseph W. Horton entwickeln bei Bell Laboratories eine Quarzuhr. Ein Quarzoszillator dient als Frequenznormal; damit beginnt eine neue Stufe der präzisen elektronischen Zeitmessung. |
| 1931–1935 | Reinhard Straumann entwickelt die selbstkompensierende Spiralfederlegierung Nivarox; Patentanmeldung und Serienreife folgen in den frühen 1930er Jahren. Sie verbessert die Temperaturstabilität gegenüber gewöhnlichen Stahlspiralen und baut auf der Entwicklung temperaturstabiler Legierungen wie Elinvar auf. Ab Mitte der 1930er Jahre wird sie mit Unruhen aus Glucydur kombiniert. |
| 1931 / 1932 | Rolex führt den Oyster-Perpetual-Aufzug mit umlaufendem Rotor ein und schützt entsprechende Konstruktionen durch Patente. Bei frühen Ausführungen wirkt der Aufzug einseitig. Die Geschichte des Rotoraufzugs im 18. Jahrhundert darf nicht pauschal als vergessenes, eindeutig Perrelet zuzuordnendes System dargestellt werden. |
| 1933 | Röhm & Haas bringt PMMA unter dem Namen Plexiglas auf den Markt; 1933 wird die Marke eingetragen. Acrylglas wird später auch für Uhrgläser wichtig und ersetzt in vielen Anwendungen ältere Werkstoffe wie Zelluloid. |
| 1934 | Adolf Scheibe und Udo Adelsberger entwickeln eine hochpräzise Quarzuhr. Ihre Messungen tragen später zur Untersuchung von Schwankungen der Erdrotation bei. |
| 1935 | Die automatisch sprechende Telefonzeitansage wird in Deutschland eingeführt. Die Zeitwaage zur Messung des momentanen Ganges einer Uhr wird industriell hergestellt. |
| 1946 / 1947 | 1946 beginnt die Fertigung der sowjetischen Pobeda-Uhren („Sieg“). Das Handaufzugswerk K-26 besitzt in klassischen Ausführungen 15 Steine, Breguetspirale und keine Stoßsicherung; es wird später unter anderem bei der Fabrik ZIM gefertigt. Pobeda ist nicht die erste sowjetische Armbanduhr überhaupt. 1947 baut Lemania in der Schweiz einen Prototyp eines Automatikchronographen, der nicht in Serie geht. |
| 1947 | Vulcain stellt die Cricket vor. Ein kräftiger mechanischer Weckton im tragbaren Armbanduhrgehäuse macht die Uhr bekannt. Robert Ditisheim und sein Team entwickeln das Kaliber nach mehrjähriger Arbeit; frühere Armbandwecker, etwa von Eterna, gehören zur Vorgeschichte. |
| 1948 / 1950er Jahre | Omega bringt 1948 die Seamaster auf den Markt: robuste Armbanduhren für den Alltag und später eine umfangreiche Familie von Taucheruhren. Das Seepferdchen wird in den 1950er Jahren zum Symbol der Linie. |
| 1948 / 1950er Jahre | Reinhard Straumann entwickelt die Zugfederlegierung Nivaflex; die Patentanmeldung erfolgt 1948. Solche Legierungen verbessern unter anderem Festigkeit und Dauerhaltbarkeit gegenüber älteren Stahlzugfedern. „Bruchfest“ bedeutet nicht, dass eine Feder unter allen Bedingungen unzerbrechlich wäre. |
Elektrische Uhren, Quarz, Funk und neue Mechanik
| Zeit | Entwicklung |
|---|---|
| 1953 / 1954 | Rolex entwickelt die Submariner ab 1953 und präsentiert sie 1954 an der Basler Messe. Die frühe Referenz 6204 ist mit einem äußeren Drehring ausgestattet und für 100 m Wasserdichtheit ausgelegt. Zu den frühen prominenten Nutzern zählt der Unterwasserpionier Dimitri Rebikoff. Als alternative Namen werden „Frogman“, „Deep Sea Special“ und „Nautilus“ überliefert. Blancpain stellt 1953 die Fifty Fathoms vor, entwickelt nach Anforderungen französischer Kampfschwimmer und später von verschiedenen Marinen genutzt, darunter als Tornek-Rayville in den USA. Ihr Drehring ist ein wichtiges Sicherheitsmerkmal. Sie ist 1956 in Cousteaus Film „Le Monde du Silence“ zu sehen. Eine Rolex-Broschüre zur Weltausstellung in Okinawa von 1975 nennt auch Submariner in diesem Zusammenhang; die genaue Zuordnung ist weniger gut dokumentiert. |
| 1954 | Max Hetzel entwickelt eine transistorgesteuerte Stimmgabel-Armbanduhr. |
| 1955 | Louis Essen und Jack Parry bauen am britischen National Physical Laboratory eine praktische Cäsium-Atomuhr. 1967 wird die SI-Sekunde über den Übergang im Cäsium-133-Atom definiert. |
| 1957 | Hamilton führt die Electric 500 ein, eine frühe elektrisch angetriebene Armbanduhr mit mechanischer Unruh. Sie ist keine Quarzuhr. |
| 1958 | Im Funkwerk Erfurt wird die Industriequarzuhr serienmäßig gefertigt. |
| 1959 | Der Zeitzeichensender DCF77 in Mainflingen nimmt den Betrieb auf. Seine Trägerfrequenz beträgt 77,5 kHz; die Zeit wird aus den Zeitnormalen der PTB abgeleitet. |
| 1960 | BULOVA (USA/Schweiz) bringt die Stimmgabel-Armbanduhr ACCUTRON auf den Markt. |
| 1967 | Quarzarmbanduhren werden in der Schweiz und in Japan erprobt. Frühe Konstruktionen verwenden nicht durchweg die heute übliche Frequenz von 32.768 Hz; etwa das spätere Beta 21 arbeitet mit 8.192 Hz. Die 1967 beschlossene SI-Sekunde entspricht 9.192.631.770 Perioden der Strahlung des festgelegten Übergangs im Cäsium-133-Atom. DCF77 ist ein davon getrenntes Funkzeitzeichen-System. |
| 1968 | ETA stellt automatische Armbanduhrenwerke mit Datum, Wochentag und Schnellkorrektur beider Anzeigen vor. |
| 1968–1969 | Doxa bringt die SUB 300T Conquistador mit Heliumventil für Sättigungstaucher heraus. Für Vorstellung und Markteinführung werden in Quellen 1968 beziehungsweise 1969 genannt. Sie gehört zu den frühen frei verkäuflichen Taucheruhren mit diesem Ventil. |
| 25. Dezember 1969 | Seiko bringt die Astron als erste kommerziell erhältliche Quarzarmbanduhr auf den Markt. |
| 1969 | Automatikchronographen kommen auf den Markt: Zenith stellt den El Primero im Januar vor; das Konsortium aus Breitling, Heuer, Büren und Dubois-Dépraz präsentiert seinen Modulchronographen im März. Seiko bringt ebenfalls 1969 den automatischen Chronographen 6139 heraus. Vorstellung, Produktionsbeginn und tatsächliche Verfügbarkeit sind bei der Frage nach dem „ersten“ Modell zu unterscheiden. Zenith / Schweizer Konsortium / Seiko |
| 1970er Jahre / 1979 | George Daniels entwickelt die Koaxialhemmung in mehreren Schritten und erprobt sie in eigenen Uhren sowie umgebauten Werken. 1979 folgt ein Patent. Bis zur industriellen Serienfertigung sind weitere Entwicklung und Zusammenarbeit mit Herstellern nötig; mangelndes Interesse sämtlicher Beteiligter ist keine zutreffende Erklärung. |
| 1973 | DCF77 überträgt ein codiertes Minutentelegramm mit Uhrzeit und Kalenderdaten. Das ermöglicht die automatische Zeiteinstellung entsprechender Funkuhren. PTB |
| 1975 | ETA führt das flache Automatikwerk 2892 mit Zentralsekunde, Datum und Schnellkorrektur ein. Pauschale Rekordansprüche hängen von der Vergleichsgruppe und der Werkvariante ab. |
| 1978 | Es wird ein Patent erteilt an die EBAUCHES S. A. für eine quarzgesteuerte mechanische Armbanduhr. Dieses Patent wird bis zu seinem Ablauf nicht genutzt. Der traditionelle Werkehersteller ADOLF SCHILD fusioniert mit der ETA. Die Produktion der weitaus meisten AS-Werke, u. a. sämtlicher Weckerwerke, wird eingestellt. |
| 1980 | Die Schweizer Delirium IV setzt mit 0,98 mm Gesamthöhe einen damaligen Rekord für besonders flache Quarzuhren. |
| 1983 | Am 1. März startet die Swatch in der Schweiz. Das vereinfachte, industriell gefertigte Kunststoff-Quarzuhrkonzept erzielt großen Erfolg; Entwicklung und Produktionsvorbereitung reichen in die Vorjahre zurück. |
| 1984 | Zenith nimmt die El-Primero-Fertigung wieder auf. Charles Vermot hatte in den 1970er Jahren Werkzeuge und Unterlagen aufbewahrt, obwohl ihre Verschrottung vorgesehen war. Dadurch wird der Neustart möglich. |
| 1986 / 1988 | Seiko zeigt 1986 in Basel einen Prototyp, der Armbewegung über einen Generator in elektrische Energie umwandelt. 1988 folgen Serienuhren unter der Bezeichnung AGS; der Name Kinetic wird später eingeführt. |
| 1990 | Junghans bringt die MEGA 1 als erste funkgesteuerte Armbanduhr auf den Markt. |
| um 1990 | Für leistungsfähige Atomuhren werden relative Unsicherheiten in der Größenordnung von 5 · 10⁻¹⁵ angegeben. Rein rechnerisch entspricht dieser relative Wert einer Sekunde in 2 · 10¹⁴ Sekunden, also rund 6,3 Millionen Jahren. Das ist eine Veranschaulichung des Zahlenwerts, keine Garantie eines fehlerfreien Betriebs über diese Zeitspanne. |
| 1997 | FORTIS bringt ein neues Armbanduhrwerk in Modulbauweise heraus, das Automatikaufzug, Wecker und Chronograph miteinander vereint. |
| 1998 / 1999 | Seiko zeigt 1998 in Basel einen Spring-Drive-Prototyp mit Handaufzug und Gangreserveanzeige. Eine Zugfeder liefert die Energie, ein quarzgesteuerter Regler bremst das Gleitrad elektromagnetisch. 1999 folgen erste Serienuhren. |
| 1999 | IWC stellt die GST Deep One (Ref. 3527) in Titan mit mechanischem Tiefenmesser und Schleppzeiger für die größte erreichte Tiefe vor. Der Messbereich reicht bis 45 m, die angegebene Wasserdichtheit beträgt 100 m; das Modell bleibt bis 2003 im Programm. Mechanische Tiefenmesser an Uhren besitzen frühere Vorläufer. |
| 1999 | Omega führt die von George Daniels entwickelte Koaxialhemmung in die industrielle Serienfertigung von Armbanduhren ein. Die Entwicklung der Hemmung reicht in die 1970er Jahre zurück. |
| 2001 | Ulysse Nardin stellt die Marine Perpetual Limited (Ref. 333-77-7) mit ewigem Kalender und einer angegebenen Wasserdichtheit von 200 m vor. |
| 2001 | Ulysse Nardin stellt die Freak mit der von Ludwig Oechslin entwickelten Dual-Direct-Hemmung vor. Zwei Siliziumräder übertragen abwechselnd Energie an die Unruh. Die Uhr verbindet die neue Hemmung mit einer ungewöhnlichen rotierenden Zeiger- und Werkarchitektur. |
| um 2001 | Damasko erprobt beschichtete Hemmungsteile zur Verminderung von Reibung und Schmierstoffbedarf. DLC bedeutet „diamond-like carbon“, also diamantähnlicher Kohlenstoff, nicht eine massive Diamantschicht. Sinns DIAPAL beruht ebenfalls auf geeigneten Werkstoffpaarungen, ist aber kein pauschal identisches Beschichtungsverfahren. Schmierungsfreiheit betrifft bestimmte Kontaktstellen, nicht automatisch das gesamte Uhrwerk. |
| 2002 | Breitling stellt die Seawolf mit integrierter Heliumventil-Konstruktion und einer angegebenen Wasserdichtheit von 3.000 m vor (unter anderem Ref. E17370). Rekordangaben sind jeweils auf die damalige Zeit und die entsprechende Modellgruppe zu beziehen. |
| 2003 | TAG Heuer stellt den Aquagraph 2000 (Ref. CN211A.BA0353) vor: einen mechanischen Chronographen mit Heliumventil und für die Bedienung unter Wasser ausgelegten Drückern bei einer angegebenen Wasserdichtheit von 500 m. Unter Wasser bedienbare mechanische Chronographen gab es bereits zuvor. |
| 2004 | TAG Heuer stellt auf der Baselworld die Konzeptuhr Monaco V4 vor. Zahnriemen und Kugellager ersetzen Teile der traditionellen Kraftübertragung durch Zahnräder. |
| 2006 | Audemars Piguet stellt eine neue Hemmung nach dem Vorbild der Robin-Hemmung vor. Robin hatte sein Prinzip im späten 18. Jahrhundert entwickelt. |
| 2009 | CX Swiss Military stellt die 20’000 Feet mit einer angegebenen Wasserdichtheit von 6.000 m vor. Sie beansprucht einen damaligen Tiefenrekord für mechanische Chronographen; daraus folgt kein zeitlich unbegrenzter Rekord für alle Taucheruhren. |
| 2009 | Die Pita Oceana, wenn auch schon 2006 erstmals vorgestellt, erreicht in diesem Jahr Serienreife. Das bis 5000 Meter wasserdichte Modell verfügt als Besonderheit über ein Gehäuse, das ohne Krone auskommt (Bedienung erfolgt über den Gehäuseboden). |
| 2010 | TAG Heuer zeigt auf der Baselworld das Pendulum Concept: Permanentmagnete übernehmen anstelle einer Spiralfeder das Rückstellmoment der Unruh. Die Frequenz beträgt 6 Hz, entsprechend 43.200 Halbschwingungen pro Stunde. Es handelt sich um eine Konzeptuhr, nicht um ein Modell von 1957. |
| 2013 | Swatch stellt die Sistem51 vor: ein mechanisches Automatikwerk aus 51 Teilen mit weitgehend automatisierter Montage. |
| 2020 | Die Handwerkskunst der mechanischen Uhrmacherei und Kunstmechanik in der Schweiz und Frankreich wird in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. |
Mechanik in Bewegung
Viele der hier genannten Hemmungsprinzipien lassen sich in den Animationen zu Hemmungen und Uhrwerksmechanik Schritt für Schritt ansehen.
Quellen zum Weiterlesen
Zum fachlichen Abgleich wurden uhrmacherische Fachliteratur sowie Hersteller-, Museums- und Institutsgeschichten herangezogen. Historische Zuschreibungen können je nach Quelle voneinander abweichen. Besonders gut nachvollziehbare Originalquellen zu ausgewählten Einträgen:
- Science Museum Group: Al-Jazaris Buch von 1206
- Clockmakers’ Company: Gründungsurkunde von 1631
- Breguet: Tourbillon-Patent vom 26. Juni 1801
- Breguet: Auftrag für die Armbanduhr der Königin von Neapel
- Swatch Group / Breguet: Bestellung 1810, Lieferung 1812
- Royal Collection: Mudges Uhr für Königin Charlotte, datiert 1770
- PTB: Zeitzeichensender DCF77
- PTB: Zeit- und Frequenzverbreitung mit DCF77, 1959–2009
- PTB: DCF77-Trägerfrequenz 77,5 kHz
- Zenith: Charles Vermot und der Produktionsneustart 1984
- DOXA: SUB 300T und das Heliumventil
- Röhm: Die Geschichte von Plexiglas
- Junghans: Von der Bestandteilefabrik zur Uhrenfertigung
- UNESCO: Mechanische Uhrmacherei und Kunstmechanik, Aufnahme 2020